Vorteile und Nachteile der Riester-Rente gegenübergestellt

So wie jede Form der privaten Altersvorsorge bringt die Riester-Rente nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Bevor man sich für oder gegen eine Riester-Rente entscheidet, sollte man diese Aspekte gegeneinander abwägen.

Vorteile der Riester-Rente

Hohe Förderung:
Riestern wird mit Zulagen und Steuererstattungen belohnt. Meistens liegt die persönliche Förderquote bei 30% und mehr. Das bedeutet von 100 €, die in die Riester-Rente fließen, müssen nur 70 € von Ihnen getragen werden. 30 € steuert Vater Staat dazu.

100% Kapitalgarantie:
Ein weiterer Vorteil der Riester-Rente ist die Kapitalgarantie, die es bei jedem Riester-Produkt gibt: Zum Rentenbeginn muss der Anbieter mindestens 100% der eingezahlten Beiträge inklusive Zulagen garantieren. Ein Verlustrisiko zum Rentenbeginn ist so ausgeschlossen.

Besonders Riester-Fondssparpläne profitieren davon: Hohe Renditechancen können ohne Verlustrisiko genutzt werden.

Lebenslange gleichbleibende oder steigende Rente:
Im Vergleich zu anderen Altersvorsorgeformen garantiert die Riester-Rente eine lebenslange Rente. Sie darf niemals fallen und ist daher immer gleichbleibend oder steigt sogar während der Rentenphase.

Auch zur Eigenheimfinanzierung geeignet:
Ein seit 2009 bestehender zusätzlicher Vorteil der Riester-Rente ist, dass sie auch zum Erwerb eines Eigenheims (Wohn-Riester) genutzt werden kann. So beteiligt sich der Staat an den eigenen vier Wänden.

Nachteile der Riester-Rente

Geförderter Jahresbeitrag begrenzt:
Einzahlungen von maximal 2.100 € pro Jahr können als Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Höhere Beiträge können zwar nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden, werden aber auch im Vergleich zu anderen Sparformen steuerlich begünstigt.

Vererbbarkeit eingegrenzt:
Ein nur auf den ersten Blick großer Nachteil ist die eingeschränkte Vererbbarkeit der Riester-Rente: Verstirbt man in der Ansparphase, kann das angesparte Guthaben nur förderunschädlich auf den Riester-Vertrag des Ehegatten übertragen werden. Andere Personen erhalten nur das angesparte Guthaben abzüglich aller Zulagen und Steuererstattungen ausbezahlt.

Verstirbt man während der Rentenphase, gibt es unterschiedliche Regelungen: Während Versicherungen nur eine Auszahlung an die Hinterbliebenen vornehmen, wenn eine entsprechende Zusatzvereinbarung getroffen wurde, wird bei einem Riester-Fondssparplan genauso verfahren, wie in der Ansparphase. Das angesparte Guthaben ist also nicht verloren. Lediglich ab dem 85. Lebensjahr sehen auch Riester-Fondssparpläne keine Auszahlung an Hinterbliebene vor.

Lebenslange Rente bindend:
Frühestens ab dem 60. Lebensjahr kann man über das angesparte Guthaben der Riester-Rente in Form einer lebenslangen Rente verfügen. Mit der Möglichkeit bis zu 30% des angesparten Guthabens zu Rentenbeginn in einer Summe sich auszahlen zu lassen, wird auch dieser Nachteil etwas entkräftet.

Rentenzahlungen voll steuerpflichtig:
Während der Ansparphase wird die Riester-Rente staatlich gefördert. Dafür sind die späteren Rentenzahlungen voll steuerpflichtig. Anzumerken ist hierbei, dass die meisten Personen im Rentenalter ein geringeres Einkommen als während der Ansparphase haben. Der persönliche Steuersatz ist dadurch im Rentenalter geringer und belastet daher die Riester-Rente vergleichsweise geringer.

Vorteile und Nachteile der Riester-Rente abwägen

Wägt man die Vorteile und Nachteile der Riester-Rente ab und vergleicht diese mit anderen Formen der privaten Altersvorsorge, kommt man oftmals zur Erkenntnis, dass die Riester-Rente die lohnenswerteste Möglichkeit ist, um für das Rentenalter vorzusorgen.

Eine besondere attraktive Mischung zwischen den Vor- und Nachteilen der Riester-Rente im Allgemeinen und im Vergleich mit anderen Riester-Renten-Angeboten sehen wir in der DWS Riester-Rente Premium.