BERLIN (dpa-AFX) – Immer mehr Flüchtlinge finden einen beruflichen Einstieg in Handwerksberufen: Die Zahl der Auszubildenden in handwerklichen Betrieben, die aus acht besonders häufigen Herkunftsländern kommen, hat sich 2017 gegenüber dem Vorjahr auf etwa 11 000 mehr als verdoppelt. Das teilte der Handwerkverbands ZDH am Donnerstag in Berlin. Im Vorjahr waren es noch knapp 4600 gewesen. Die "Rheinische Post" (Donnerstag) hatte zuvor berichtet.

Das Handwerk leiste im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen ein überdurchschnittliches Engagement, sagte der ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Die meisten dieser Auszubildenden kommen nach ZDH-Angaben aus Afghanistan (4307), gefolgt von Syrien (3101) und dem Irak (1124). Beliebte Ausbildungsberufe sind demnach – wie bei jungen Deutschen – Kfz-Mechatroniker, Anlagenmechaniker oder Friseur./per/DP/mis