(Zweiter Satz sprachlich geglättet)

GÜTERSLOH (dpa-AFX) – An den Berufsschulen werden einer Studie zufolge bis zum Jahr 2030 rund 60 000 neue Lehrkräfte benötigt. Davon geht eine am Montag in Gütersloh veröffentlichte Expertise des Bildungsforschers Klaus Klemm im Auftrag der Bertelsmann Stiftung aus. Fast die Hälfte der aktuell etwa 125 000 Berufsschullehrer werde bis 2030 in Rente gehen. Neu ausgebildete Kräfte könnten die Lücke aber bei weitem nicht schließen. Die Berufsschulen treffe der Lehrermangel bereits seit Längerem besonders hart. Sie seien heute schon in hohem Maße auf Seiten- und Quereinsteiger angewiesen. Diese verfügen zwar im Allgemeinen über einen Hochschulabschluss, aber eben nicht fürs Lehramt.

Jörg Dräger vom Stiftungssvorstand sprach von alarmierenden Zahlen. Ein Mangel an Berufsschullehrern schwäche das Ausbildungssystem. "Das nimmt Jugendlichen wichtige Bildungschancen und schadet der Wirtschaft.". Da die Lücke sich erst in einigen Jahren besonders gravierend auftun werde, bleibe noch Zeit für eine bundesweite Strategie. Vor allem müsse es deutlich mehr Studienplätze für Berufsschullehrer geben./wa/DP/stw