HAMBURG (dpa-AFX) – Mit Warnstreiks in Kitas, Bücherhallen und bei der Stadtreinigung wollen die Gewerkschaften nun auch in Hamburg den Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber erhöhen. Wenige Tage vor der Fortsetzung der Verhandlung für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen haben sie für Donnerstag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Zur Auftaktkundgebung vor dem Haus des Arbeitgeberverbandes Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg wird Verdi-Chef Frank Bsirske erwartet (8.00 Uhr). Von den Verhandlungen, die am Sonntag in Potsdam weitergehen, sind in Hamburg 25 000 Beschäftigte betroffen. Seit Tagen laufen bundesweite Warnstreiks.

Zur Arbeitsniederlegung aufgerufen sind in Hamburg unter anderem Beschäftigte der Elbkinder-Kitas, der Hafenaufsicht, der Theater, der Bücherhallen sowie der Bundesbehörden wie Zoll oder Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Bei der Stadtreinigung soll auch am Freitag noch die Arbeit ruhen, auch auf den Recyclinghöfen. Die Elbkinder-Geschäftsführung rechnet mit einer Streikbeteiligung von 47 Prozent. 35 der 186 Einrichtungen sollen geschlossen bleiben; in 128 anderen wird eine Notbetreuung eingerichtet.

Verdi fordert für die bundesweit rund 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber lehnen den Mindestbetrag ab./fi/DP/zb