WASHINGTON (dpa-AFX) – Kurz vor der geplanten Unterzeichnung eines ersten Handelsabkommens zwischen den USA und China hat die US-Regierung ihren gegen Peking erhobenen Vorwurf der Währungsmanipulation zurückgenommen. China habe sich überprüfbar dazu verpflichtet, seine Währung nicht mehr zu nutzen, um sich im internationalen Wettbewerb Vorteile zu verschaffen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des US-Finanzministeriums. Peking verpflichte sich mit dem neuen Handelsabkommen zu mehr Transparenz in Bezug auf Wechselkurse und Handelsbilanzdaten.

Die US-Regierung hatte China vorgeworfen, die Landeswährung Yuan gezielt abzuwerten, um damit seine Exportwirtschaft zu stärken. Peking hat den Vorwurf stets zurückgewiesen. Der Konflikt hatte sich im August vergangenen Jahres wegen des Handelskonflikts der beiden größten Volkswirtschaften zugespitzt. Nach einer überraschenden Abwertung des Yuans bezichtigte US-Präsident Donald Trump China der Währungsmanipulation. Nach Ansicht der US-Regierung wollte Peking mit der Abwertung negative Effekte der US-Strafzölle ausgleichen, um seine Exportwirtschaft zu stützen.

Der offizielle US-Vorwurf der Währungsmanipulation hatte vor allem symbolische Bedeutung. Auch dessen Aufhebung hat zunächst kaum praktische Konsequenzen, lässt aber auf Tauwetter in den Beziehungen zwischen Peking und Washington schließen. Am Mittwoch wollen die beiden Länder ein erstes begrenztes Handelsabkommen unterzeichnen./jbz/DP/zb