BERLIN (dpa-AFX) – Umweltministerin Svenja Schulze lässt Firmen in ganz Europa befragen, um Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise effizient und umweltfreundlich gestalten zu können. Die SPD-Politikerin habe die Chefs von fast 430 Großunternehmen in Europa per Brief gebeten, an einer Umfrage teilzunehmen, teilte ihr Ministerium am Mittwoch mit. "Wir brauchen einen nachhaltigen, klimafreundlichen Neustart der Wirtschaft, um die aktuelle Krise zu bewältigen", sagte Schulze. "Unser Leitbild ist nicht die alte, sondern eine bessere Welt, die krisenfester und nachhaltiger wirtschaftet."

Mit der Umfrage solle erstmals gemessen werden, wie nachhaltig die Unternehmen nach neuen Kriterien der EU wirtschafteten, der sogenannten Taxonomie. Die Umfrage soll die deutsche EU-Ratspräsidentschaft ab Juli mit vorbereiten.

Zu den Schwerpunkten der deutschen Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte soll auch der Klimaschutz gehören – Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat deutlich gemacht, dass dies trotz der Corona-Krise weiter gelten soll.

Schulze zufolge sorge, wer in erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und klimaverträgliche Industrieprozesse investiere, für Klimaschutz, Innovation und zukunftsfähige Arbeitsplätze zugleich. "Diese Investitionen wollen wir gezielt fördern." Darum sei es jetzt nötig zu messen, wo man in Sachen Nachhaltigkeit stehe./ted/DP/mis