ANKARA/FRANKFURT (dpa-AFX) – In der Türkei bleibt der Preisauftrieb zum Jahresauftakt stark. Im Januar habe die Inflationsrate 20,35 Prozent betragen, teilte das nationale Statistikamt am Montag in Ankara mit. Im Dezember hatte die Rate bei 20,30 Prozent gelegen und Analysten waren von einer unveränderten Teuerung ausgegangen. Seit fünf Monaten liegt die türkische Inflation über der Marke von 20 Prozent.

Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Januar um 1,0 Prozent, nachdem sie im Dezember um 0,4 Prozent gefallen waren. Damit wurden im Monatsvergleich die Erwartungen von Analysten getroffen.

Ein heftiger Kursabsturz der türkischen Landeswährung Lira im vergangenen Jahr hatte die Inflation in der Türkei stark steigen lassen. Die Währungskrise, unter anderem hervorgerufen durch einen Streit der türkischen Führung mit den USA, hatte Einfuhren spürbar verteuert. Die Türkei ist stark von Importen abhängig und muss unter anderem Rohöl auf dem Weltmarkt kaufen.

Die türkische Lira hat sich nach dem schweren Absturz im Spätsommer in den vergangenen Monaten vergleichsweise stabil gehalten. Aktuell wird ein Euro für etwa sechs Lira gehandelt./jkr/fba