WASHINGTON (dpa-AFX) – Der amerikanische Ökonom Marvin Goodfriend soll nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump Notenbanker werden. Wie das Weiße Haus in der Nacht auf Donnerstag bekanntgab, wurde Goodfriend als Mitglied des Direktoriums (Board) der US-Notenbank Fed nominiert. Der US-Senat muss die Personalie bestätigen. Goodfriend ist nach dem nominierten Fed-Chef Jerome Powell und Randal Quarles die dritte Fed-Position, die Trump vorschlägt. In dem einflussreichen Direktorium sind weitere Stellen vakant.

Goodfriend gilt als renommierter Fachmann für Geldpolitik, der die US-Notenbank mehrfach kritisiert hat. Er war Mitglied des sogenannten Schatten-Offenmarktausschusses, der die Geldpolitik der Fed aus einer alternativen Perspektive beleuchten will. Der 1950 geborene Wirtschaftsprofessor tritt für eine regelgebundenere Geldpolitik ein, wie sie auch der Ökonom John Taylor, Erfinder der "Taylor-Rule", vertritt. Er gilt bisher aber nicht als Befürworter einer besonders straffen Geldpolitik./bgf/jkr/oca