WASHINGTON (dpa-AFX) – Vor den erneuten US-Sanktionen gegen den Iran hat Präsident Donald Trump andere Staaten zur wirtschaftlichen Isolation der Regierung in Teheran aufgerufen. Trump verteidigte in einer Mitteilung am Montag den einseitigen Rückzug der USA aus dem "furchtbaren" Atomabkommen mit dem Iran. Die Vereinbarung sei nicht nur untauglich dafür, den Bau einer Atombombe zu verhindern. Sie habe die "mörderische Diktatur" in Teheran, die Gewalt und Chaos verbreite, noch dazu mit Geld versorgt. "Bis heute bedroht der Iran die Vereinigten Staaten und unsere Verbündeten."

Trump zeigte sich zufrieden darüber, "dass viele internationale Firmen bereits ihre Absicht verkündet haben, den iranischen Markt zu verlassen". Mehrere Staaten hätten angekündigt, die Einfuhr von Rohöl aus dem Iran zu reduzieren oder ganz zu beenden. "Wir drängen alle Nationen dazu, solche Schritte zu unternehmen, um klarzumachen, dass das iranische Regime vor einer Wahl steht: entweder sein bedrohliches, destabilisierendes Verhalten zu ändern und wieder in die Weltwirtschaft integriert zu werden oder weiter den Pfad wirtschaftlicher Isolation zu gehen."

Trump teilte mit, die USA würden "maximalen wirtschaftlichen Druck" auf die Regierung in Teheran ausüben. Zugleich machte er deutlich: "Ich bin weiter offen dafür, ein umfassenderes Abkommen zu erzielen, das die gesamte Bandbreite der bösartigen Aktivitäten des Regimes behandelt, inklusive seines Raketenprogramms und seiner Unterstützung für Terrorismus." Trump unterzeichnete am Montag eine Verfügung, mit der die Sanktionen als Folge aus dem US-Rückzug um Mitternacht (6.00 MESZ am Dienstag) wieder in Kraft treten. Die EU ist gegen die US-Sanktionen und will das Atomabkommen bewahren./cy/DP/he