LONDON (dpa-AFX) – US-Präsident Donald Trump hat das Verhältnis der USA zu Großbritannien nach seinem beispiellosen Affront gegen Premierministerin Theresa May als "sehr, sehr stark" beschrieben. Beim öffentlichen Auftakt eines bilateralen Gesprächs mit May am Freitag ging Trump nicht darauf ein, dass er die Premierministerin zuvor in einem Interview kritisiert hatte. Er wolle mit May über Handel- und Militärfragen reden.

Trump hatte May in einem Interview der britischen Boulevard-Zeitung "The Sun" für ihre Brexit-Strategie kritisiert und ihr mit dem Scheitern eines möglichen Handelsabkommens mit den USA gedroht, falls Großbritannien zu eng mit der EU verbunden bleiben sollte. Außerdem lobte er Mays Rivalen Boris Johnson.

Die "Sun" veröffentlichte Audio-Ausschnitte des Interviews und schriftliche Zitate am Donnerstagabend – kurz nachdem May Trump im Blenheim Palace nahe Oxford zu einem festlichen Gala-Dinner empfangen hatte. Zu entnehmen waren dem Interview nur die Antworten Trumps, nicht die Fragen, auf die er Bezug nahm.

Trump hält sich für mehrere Tage in Großbritannien auf. Es ist sein erster Besuch in dem Land als US-Präsident./hma/DP/zb