POTSDAM (dpa-AFX) – Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sind auf der Zielgeraden noch einmal ins Stocken geraten. In der Mitgliederversammlung des kommunalen Arbeitgeberverbands VKA wurde Unmut über einen Einigungsvorschlag der Verhandlungsführer von Arbeitgebern und Gewerkschaften deutlich, wie die Deutsche Presse-Agentur am späten Abend in Potsdam erfuhr. Dem Vernehmen nach bemühte sich Verdi-Chef Frank Bsirske, mit Nachverhandlungen über Details einen Durchbruch zu ermöglichen.

Die VKA-Versammlung muss einem Ergebnis zustimmen. Auch die Tarifkommission von Verdi muss den Vorschlag noch billigen. Hier gingen Beobachter aber von einer grundsätzlichen Zustimmung aus.

Dem Vorschlag der Verhandlungsführer zufolge sollen die 2,3 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen höhere Einkommen in drei Stufen erhalten. Rückwirkend zum 1. März 2018 soll es im Schnitt 3,19 Prozent mehr geben, zum 1. April 2019 3,09 Prozent mehr und zum 1. März 2020 weitere 1,06 Prozent.

Die Laufzeit des möglichen Abschlusses soll 30 Monate betragen. Für Beschäftigte bis zur Entgeltgruppe sechs soll es eine Einmalzahlung von 250 Euro geben. Das betrifft unter anderem Müllwerker, die heute bis zu 2629 Euro verdienen, oder Verwaltungsangestellte (2865 Euro).

Trotz der neuerlichen Probleme hielten Beobachter eine Einigung in der Nacht für wahrscheinlich./rm/bw/DP/he