SEOUL (dpa-AFX) – Südkorea hat seine Aufnahme in die schwarze Liste der Europäischen Union für Steueroasen als "nicht im Einklang mit internationalen Standards" zurückgewiesen. Zudem bedrohe diese Entscheidung Südkoreas Steuersouveränität, teilte das Seouler Finanzministerium am Mittwoch in einer Stellungnahme mit.

Die EU-Finanzminister haben am Dienstag in Brüssel eine schwarze Liste beschlossen, die Drittstaaten zu mehr Steuertransparenz und Datenaustausch bewegen soll. Auf der schwarzen Liste stehen insgesamt 17 Länder – darunter etwa die Vereinigten Arabischen Emirate, Tunesien, Panama, die Mongolei, und die chinesische Sonderwirtschaftszone Macau. Nach den Worten des französischen Finanzministers Bruno Le Maire täten diese Staaten nicht genug, "um Steuerflucht zu bekämpfen".

Südkorea unterhält seit 2011 ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union. Die EU ist Südkoreas drittgrößter Exportmarkt./fk/DP/zb