FRANKFURT (dpa-AFX) – Europas Top-Konzerne sind einer Studie zufolge im vergangenen Jahr stärker gewachsen als die Konkurrenz aus Nordamerika und Asien. Bei der Profitabilität hinken sie den US-Unternehmen allerdings weiter hinterher, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervorgeht. "Im Durchschnitt bleiben bei US-Konzernen 26 Prozent mehr Gewinn hängen als bei ihren europäischen Wettbewerbern", erläuterte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung.

Den Angaben zufolge steigerten die 265 europäischen Unternehmen, die zu den 1000 umsatzstärksten Firmen der Welt zählen, die Erlöse 2017 gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent. Die 327 nordamerikanischen Top-Unternehmen erzielten ein Umsatzplus von acht Prozent. Die 361 asiatischen Konzerne kamen auf ein Plus von sechs Prozent.

Auch beim Gewinnwachstum hatten Europas Großunternehmen die Nase vorn: Der operative Gewinn (Ebit) kletterte um 21 Prozent, während die asiatischen und nordamerikanischen Konzerne Wachstumsraten von 16 beziehungsweise neun Prozent erzielten. Europas Top-Konzerne profitierten unter anderem von einer starken Auslandsnachfrage und der deutlichen Konjunkturerholung auch in Europa.

Insgesamt schafften es 44 deutsche Unternehmen unter die 1000 größten Konzerne der Welt. Deutschland belegte damit im Länderranking den fünften Platz hinter den USA (305 Unternehmen), Japan (144), China (82) und Großbritannien (47)./mar/DP/jha