MADRID (dpa-AFX) – In Spanien sind die Verbraucherpreise inmitten der Corona-Krise deutlich gefallen. Wie das Statistikamt INE am Donnerstag in Madrid nach einer zweiten Schätzung mitteilte, betrug die nach europäischen Standards errechnete Inflationsrate (HVPI) im April minus 0,7 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate 0,1 Prozent betragen.

Analysten hatten für April eine Bestätigung der Erstschätzung von minus 0,6 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent.

Das Statistikamt veröffentlichte eine Sonderauswertung, die sich mit den Preiseffekten in der Corona-Pandemie beschäftigt. Es wird deutlich, dass die Preise für Waren, die wie Lebensmittel besonders stark nachgefragt wurden, um 1,1 Prozent stiegen. Dagegen sanken die Preise für Dienstleistungen, die wegen der Schließung vieler Geschäfte kaum nachgefragt werden konnten, deutlich um 1,5 Prozent./bgf/jkr/fba