MADRID (dpa-AFX) – In Spanien hat sich die Inflation wieder verstärkt. Im Februar seien die Verbraucherpreise nach europäischer Rechnung (HVPI) im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent gestiegen, teilte die Statistikbehörde INE am Dienstag nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte wurden von der Entwicklung überrascht. Sie hatten nur mit einer Inflationsrate von 0,9 Prozent gerechnet.

Im Januar war die Teuerung noch auf 0,7 Prozent gefallen und damit auf den niedrigsten Wert seit November 2016. Im Dezember waren die Preise in Spanien um 1,2 Prozent im Jahresvergleich gestiegen und im November um 1,8 Prozent.

Obwohl sich die Inflation im Februar wieder spürbar verstärkt hat, liegt sie nach wie vor deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Erst dann sieht die EZB die Stabilität der Preise als gewährleistet an. Sie versucht dieses Ziel mit einer weiterhin extrem lockeren Geldpolitik zu erreichen.

Im Monatsvergleich stieg das Preisniveau im Februar laut Statistikbehörde um 0,1 Prozent. In dieser Abgrenzung wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent erwartet./jkr/tos/nas