MADRID (dpa-AFX) – Die Inflation in Spanien hat sich im Juni wie erwartet beschleunigt. Die nach europäischen Standards berechnete Inflationsrate (HVPI) stieg von 2,1 Prozent im Vormonat auf 2,3 Prozent, wie die spanische Statistikbehörde INE am Freitag in Madrid laut einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurden die Ergebnisse aus einer ersten Erhebung bestätigt. Es ist die höchste Rate seit April 2017.

Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Juni um 0,2 Prozent. Auch hier wurde die erste Schätzung bestätigt.

Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Lebensmittel- und Energiepreise herausgerechnet werden, schwächte sich jedoch ab. Die Jahresrate fiel von 1,1 Prozent im Vormonat auf 1,0 Prozent. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert gerechnet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für die gesamte Eurozone mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Im Juni lag die Rate im Währungsraum genau bei zwei Prozent. Die Kernrate lag jedoch auch hier deutlich niedriger. Die EZB gibt sich zuversichtlich, dass der Trend anhält und hat deswegen die Einstellung ihrer billionenschweren Wertpapierkäufe zum Jahresende signalisiert./jsl/jkr/fba