BERLIN (dpa-AFX) – Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran will die Bundesregierung die wirtschaftlichen Folgen möglichst klein halten. "Wir werden versuchen, alles Mögliche hinzubekommen, was dazu beiträgt, dass europäische Unternehmen nicht allzu sehr beeinträchtigt werden", sagte der Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Dienstag in Berlin. Aktuell sei das Handelsvolumen mit dem Iran zwar nicht groß, aber jeder Einzelfall müsse betrachtet werden.

Bisher seien die ökonomischen Konsequenzen noch nicht im Detail absehbar, sagte Scholz und verwies auf die laufenden Gespräche mit Washington. Es habe noch am selben Tag "mehrerer Telefongespräche" mit "unseren Freunden in den USA". Den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Iran-Abkommen bezeichnete Scholz ausdrücklich als Fehler. "Wir glauben, dass es ein wichtiger Gewinn war, dass es dieses Abkommen gibt."/ted/ax/ir/sam/DP/tos