RIAD (dpa-AFX) – Saudi-Arabien hat bei einer internationalen Investorenkonferenz eigenen Angaben zufolge Geschäfte im Wert von 56 Milliarden Dollar (rund 49 Milliarden Euro) abgeschlossen. Insgesamt seien 25 Verträge unterzeichnet worden, sagte Energieminister Chalid al-Falih am Donnerstag zum Abschluss des dreitägigen Wirtschaftstreffens in der saudischen Hauptstadt Riad.

Das Königreich will in den nächsten Jahren mit einem ehrgeizigen Reformprogramm seine Abhängigkeit vom Öl verringern. Ein Großteil der unterzeichneten Verträge betreffe ein Programm zur Entwicklung der Industrie und von Logistikdienstleistungen, erklärte Al-Falih.

Bei der Investorenkonferenz handelt es sich um eines der größten Wirtschaftstreffen der Welt. Es war in diesem Jahr jedoch überschattet von der Affäre um den getöteten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Zahlreich hochrangige internationale Vertreter hatten ihre Teilnahme abgesagt, darunter Siemens -Chef Joe Kaeser. Al-Falih erklärte, alle ferngebliebenen Unternehmen hätten sich entschuldigt und eine Teilnahme im kommenden Jahr zugesagt.

Am Mittwoch war der in der Khashoggi-Affäre unter Druck geratenen Kronprinz Mohammed bin Salman bei der Konferenz aufgetreten und hatte dessen Tötung als "abscheulich" bezeichnet. Der Thronfolger ist auch für das Wirtschaftsreformprogramm des Landes verantwortlich./fm/DP/stw