HALLE (dpa-AFX) – Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) will keinen vorschnellen Kohleausstieg. "Ein überstürzter Ausstieg aus der Kohle würde Tausende Arbeitsplätze gefährden", sagte der Politiker der "Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstag). Auch die SPD wolle nicht "ewig an der Nutzung der Kohle festhalten". Doch ein beschleunigter Ausstieg, wie ihn die Grünen anstreben, würde laut Willingmann einen Strukturwandel erschweren.

Vor allem im Süden Sachsen-Anhalts sei Braunkohle ein wichtiger Wirtschaftszweig. Den Plänen des Wirtschaftsministers nach soll der Burgenlandkreis auch nach dem Ende der Braunkohle ein starker Industriestandort bleiben. Konkrete Alternativen für die Region konnte Willingmann der "Mitteldeutschen Zeitung" noch nicht nennen. Auch wie teuer der Ausstieg für Sachsen-Anhalt werde, lasse sich nur schwer kalkulieren, sagte er der Zeitung./jhz/DP/men