MOSKAU (dpa-AFX) – Die russische Regierung hat Verdächtigungen im Fall des vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal erneut zurückgewiesen. Russland habe keine anderen Kampfstoffe besessen als jene, die der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) gemeldet worden seien, sagte der stellvertretende Industrieminister Georgi Kalamanow am Donnerstag in Moskau. Sie seien alle bis 2017 unter Aufsicht der OPCW vernichtet worden, bekräftigte er.

Die OPCW hatte kurz zuvor in einem Bericht die britischen Angaben bestätigt, nach denen Skripal mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet wurde. Die Experten der OPCW sagten aber nichts über die Herkunft des Giftes. Großbritannien beschuldigt Russland, hinter dem Giftanschlag zu stecken. Moskau weist das zurück. Kalamanow sagte der Agentur Interfax, die Herkunft des Gifts könne gar nicht eindeutig bestimmt werden, weil es dafür keine klaren Indikatoren gebe./tjk/DP/stw