WASHINGTON (dpa-AFX) – Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump erwägt laut einem Medienbericht zusätzliche Zölle auf sämtliche importierte Waren aus China, falls es bei einem geplanten Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping keine Entspannung im Handelskonflikt gegeben sollte. Diese neue Maßnahme könnte Anfang Dezember ergriffen werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag. Die Agentur berief sich dabei auf drei namentlich nicht genannte Quellen, die mit den Vorgängen vertraut seien.

Die neuen Maßnahmen sollen für den Fall eines gescheiterten Treffens zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping vorbereitet werden, hieß es weiter. Die Staatschefs der beiden größten Volkswirtschaften der Welt treffen sich am Rande des Gipfels der führenden Industriestaaten und Schwellenländern (G20) vom 30. November bis zum 1. Dezember in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Allerdings hieß es weiter in dem Bericht, dass noch keine endgültige Entscheidung für den Plan B getroffen worden sei.

In den vergangenen Monaten ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China mehrfach eskaliert. Ausgehend von der US-Regierung unter Trump hatten sich beide Länder wiederholt mit Strafzöllen auf Waren des jeweils anderen Landes überzogen. Mit dem Treffen in Buenos Aires besteht die Hoffnung, dass der Konflikt entschärft werden könnte.

Am Montag hatte sich Trump in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News zu den Thema geäußert und gesagt: "Ich denke wir werden einen großartigen Deal mit China machen, und es ist deshalb großartig, weil sie unser Land ausgenommen haben."/jkr/jsl/fba