NEW YORK (dpa-AFX) – Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat die US-Börsen am Mittwoch weiter fest im Griff. Hatte es am Vortag noch Zeichen der Entspannung und Kursgewinne gegeben, so sind Anleger nun wieder etwas vorsichtiger geworden. Zudem veröffentlicht die US-Notenbank Fed zwei Stunden vor der Schlussglocke das Protokoll der vergangenen Sitzung. Der Dow Jones Industrial gab im frühen Handel um 0,09 Prozent auf 25 855,01 Punkte nach.

Die US-Regierung erwägt Kreisen zufolge, weiteren chinesischen Unternehmen ähnliche Beschränkungen wie dem Telekomausrüster Huawei aufzuerlegen. Betroffen sein sollen bis zu fünf Unternehmen, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Der breit gefasste S&P 500 gab um 0,08 Prozent auf 2862,04 Zähler nach. Der Nasdaq 100 sank um 0,04 Prozent auf 7447,87 Punkte.

Der chinesische Handyhersteller Huawei war zuletzt auf die "schwarze Liste" geraten und droht wegen der von den USA verhängten Sanktionen den Zugriff auf wichtige US-Technologien zu verlieren, darunter das Handy-Betriebssystem Android von der Google -Mutter Alphabet . Huawei kündigte nun an, zeitnah eine eigene Alternative an den Start zu bringen.

Einen Kurseinbruch von mehr als 10 Prozent mussten die Papiere von Qualcomm hinnehmen. Ein US-Gericht verfügte Auflagen für den führenden Anbieter von Smartphone-Chips. Qualcomm darf Chip-Lieferungen nicht länger vom Erwerb separater Patentlizenzen abhängig machen. Auch darf das Unternehmen keine Exklusiv-Vereinbarungen für Chip-Lieferungen eingehen und muss der Konkurrenz Patente zu fairen Bedingungen verfügbar machen.

Wie schon in den vergangenen Tagen sorgten große Einzelhändler für starke Kursbewegungen. Der Heimwerkerartikel- und Haushaltsgerätehändler Lowe‘s senkte die Gewinnprognose für das laufende Jahr. Daraufhin sackten die Papiere um fast 12 Prozent ab. Der Discounter Target überzeugte dagegen mit dem Umsatz im ersten Quartal, der Kurs zog um 9,4 Prozent an.

Die Aussicht auf eine Übernahme trieb den Kurs von Avon Products um mehr als 15 Prozent nach oben auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Der brasilianische Kosmetikhersteller Natura will das Unternehmen übernehmen und mit eigenen Aktien bezahlen./bek/he