NEW YORK (dpa-AFX) – Der Aktienmarkt in New York schwingt sich in immer luftigere Höhen. Auch am Dienstag haben die wichtigsten Indizes weitere Rekorde aufgestellt. Der Leitindex Dow Jones Industrial sprang erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 23 700 Zählern und rückte danach sogar bis auf 23 773,91 Punkte vor.

Zuletzt schmolzen die Gewinne allerdings bis auf 23 649,54 Zähler zusammen – ein Plus von nur noch 0,29 Prozent. Händler begründeten dies mit einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, wonach Nordkorea erneut eine ballistische Rakete abgefeuert hat.

Der breit gefasste S&P 500 stieg bislang um 0,36 Prozent auf 2610,70 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 drehte gar ins Minus und stand zuletzt 0,29 Prozent tiefer auf 6387,38 Punkten.

Die Hoffnung auf umfangreiche Steuersenkungen sowie die stark laufende US-Wirtschaft sind derzeit die Triebfedern für die US-Börsen. An den Finanzmärkten wird daher fest mit einer Leitzinserhöhung im Dezember gerechnet. "Die Rahmenbedingungen sprechen für eine Anhebung", sagte der nominierte Fed-Chef Jerome Powell während einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats an diesem Dienstag. "Es wird Zeit, die Leitzinsen zu normalisieren." Powell wurde von US-Präsident Donald Trump als neuer Chef der US-Notenbank vorgeschlagen. Der Senat muss der Nominierung noch zustimmen.

Die Stimmung ist nicht nur auf dem Börsenparkett bestens, sondern auch unter den US-Konsumenten. So hatte sich die Verbraucherstimmung im November überraschend aufgehellt. Der vom Conference Board erhobene Indikator stieg auf 129,5 Zähler und damit höher als von Volkswirten erwartet. Dies ist darüber hinaus der höchste Stand seit November 2000.

Angesichts der Aussicht auf weiter anziehende Leitzinsen stiegen am New Yorker Aktienmarkt die Papiere von Banken, die als Profiteure eines festeren Zinsumfelds gelten. JPMorgan eroberten die Spitze im Dow-Jones-Index mit plus 2,44 Prozent. Goldman Sachs gewannen 1,15 Prozent.

Schwächster Dow-Wert waren die Anteile von Apple mit minus 0,93 Prozent. Die Papiere des Sportartikelherstellers Nike sanken um 0,24 Prozent nach einer Abstufung durch die Bank HSBC.

Im Blick stehen außerdem die Aktien von Emerson und Rockwell Automation . Der auf Automatisierungstechnik spezialisierte Emerson-Konzern zog sein zuletzt rund 29 Milliarden US-Dollar schweres Übernahmeangebot für den Wettbewerber zurück. Das Rockwell-Management wehre sich weiterhin gegen Gespräche über einen Zusammenschluss, hieß es zur Begründung. Die Emerson-Papiere stiegen um rund 3 Prozent, die von Rockwell um etwas mehr als 2 Prozent./ajx/she