FRANKFURT (dpa-AFX) – Nach seinem Halbjahreshoch am Vortag ist der Dax zur Wochenmitte nahezu unverändert in den Handel gestartet. Die leicht positive Stimmung an den meisten Börsen in Übersee trug dazu bei, dass der deutsche Leitindex seine Gewinne hielt. Im frühen Geschäft legte er um 0,08 Prozent auf 12 111,59 Punkte zu. Der MDax gab um 0,11 Prozent auf 25 746,88 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx stieg zugleich um 0,02 Prozent auf 3464,11 Punkte.

Unterstützend wirkt laut Helaba-Analyst Ulrich Wortberg derzeit die "erhöhte Risikobereitschaft infolge nachlassender Konjunktursorgen". Aktuelle Daten aus China untermauerten diese Einschätzung. Die Wirtschaft der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft wuchs im ersten Quartal mit 6,4 Prozent schneller als erwartet.

Unter den Einzelwerten im Dax sackten die Aktien der Deutschen Telekom mit minus 1,9 Prozent an das Index-Ende. Das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass die geplante Fusion der Tochter T-Mobile US mit dem Mobilfunkrivalen Sprint in den USA auf erheblichen Widerstand der Kartellwächter gestoßen ist. In der derzeit geplanten Form dürften die Wettbewerbshüter dem Vorhaben wohl nicht zustimmen, hieß es unter Berufung auf Insider. Die Unternehmen und das US-Justizministerium äußerten sich bislang nicht.

Ein kurz vor Handelsschluss am Vortag veröffentlichter Bericht des "Manager Magazins" zur Commerzbank gab den Papieren des Frankfurter Geldhauses weiter Auftrieb. Nach einem Kursplus von rund 3 Prozent am Dienstag stiegen sie nun um weitere 2,7 Prozent. Das Wirtschaftsmagazin hatte über ein Kaufinteresse des niederländischen Finanzkonzerns ING berichtet.

Der Windkraftanlagen-Bauer Nordex meldete für das erste Quartal laut Händlern "starke Auftragseingänge" im ersten Quartal. Die Aktien, deren Wert sich im bisherigen Jahresverlauf bereits verdoppelt hatte, legten um 0,6 Prozent zu.

Um etwas mehr als 1 Prozent ging es zudem für die Anteile des Nutzfahrzeugzulieferers SAF-Holland nach oben. SAF erhielt einen langfristigen Millionenauftrag vom österreichischen Lkw-Trailer-Hersteller Schwarzmüller.

Dass die Privatbank Berenberg nun positiver für Brenntag gestimmt ist und sie zum Kauf empfiehlt, verhalf den Papieren zu einem Kursgewinn von 1,8 Prozent. Im Fall eines nachlassenden weltweiten Wachstums biete der Chemikalienhändler ein widerstandsfähiges Geschäftsmodell, hieß es./ck/fba