WIESBADEN (dpa-AFX) – In Deutschland ist der allgemeine Preisauftrieb im August wie erwartet ausgefallen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden vom Donnerstag lagen die Verbraucherpreise 2,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Bereits im Juli hatte die Teuerung 2,0 Prozent betragen. Volkswirte hatten diese Entwicklung erwartet. Im Monatsvergleich erhöhte sich das Preisniveau im August um 0,1 Prozent.

Der August war der vierte Monat in Folge mit einer 2 vor dem Komma bei der Inflationsrate. Im Juni hatte die Teuerungsrate 2,1 Prozent betragen und im Mai 2,2 Prozent.

Angeheizt wurde die Inflation vor allem von gestiegenen Energiepreisen (plus 6,9 Prozent). Tiefer in die Tasche greifen als im Vorjahresmonat mussten Verbraucher im August auch für Nahrungsmittel. Sie verteuerten sich um 2,5 Prozent. Allerdings schwächte sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln etwas ab.

Der europäische Preisindex HVPI stieg im August um 1,9 Prozent im Jahresvergleich, im Monatsvergleich stagnierte er. In dieser Betrachtung hatten Analysten im Jahresvergleich einen Anstieg um 2,1 Prozent erwartet. Der HVPI ist für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ausschlaggebend. Sie strebt für den gesamten Euroraum mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an./mar/DP/jkr