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Der Absturz des Ölpreises – Kurzanalyse der Ursachen und der Auswirkungen

Seit ca. Juni 2014 ist der Ölpreis massiv gefallen und hat sich mehr als halbiert. Die Verunsicherung an den Märkten war groß, wer hatte mit solchen Verwerfungen gerechnet?
Und wer entwickelte sich zum Gewinner – oder Verlierer?

Öl der Sorte Brent Crude hatte Mitte letzten Jahres noch einen recht hohen Wert, er lag bei rund 115 US-Dollar pro Barrel. Aber dann kam der schnelle Preisverfall, so dass sich der Preis auf unter 50 US- Dollar bewegte. In den vergangen Jahren hätte eine Krise in der Ukraine oder im Nahen Osten die Öl Preise in die Höhe getrieben. Nun ist es aber ein Zusammenspiel vom gestiegenem Angebot und der rückläufigen Nachfrage die den Preis unter Druck setzt.

Durch die sogenannte Fracking Technologie ist es der USA gelungen Ende 2014  8,8 Millionen Barrel Öl zu fördern – pro Tag. Dieser Wert wurde seit 1987 nicht mehr erreicht. Es gibt bereits Hinweise durch die US-Energiebehörde EIA das man diese Werte noch im laufenden Jahr steigern wird und somit eine Produktionsmenge erreicht wie seit den 1970-Jahren. Aufgrund der umfangreichen Vorkommen an Fracking geeigneten Bodenschichten könnte die USA, laut Rohstoffexperten, zu den ÖL Weltmarktführern in Saudi-Arabien aufschließen.
Bei der sogenannten Fracking Technologie wird unter hohem Druck mit Wasser und Chemikalien das Öl aus tiefen Gesteinsschichten gelöst und an die Oberfläche befördert. Mit dieser, in den USA boomenden Technik, werden bisher unrentable Öl und Gasfelder erschlossen.

Als Folge der Wirtschaftskrisen aus der jüngsten Vergangenheit ergibt sich eine schwächelnde Konjunktur mit stagnierenden Wachstum in Europa und ein abklingen der Boomphase der chinesischen Wirtschaft.
Dieses Zusammenspiel lässt zusätzlich die Preise fallen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) könnte dem – wie so oft in der Vergangenheit – entgegenwirken. Bereits im November wurde erwartet dass sich Länder wie Nigeria, Algerien oder Venezuela für eine Produktionskürzung aussprechen würden. Diese Länder sind vom Öl handel besonders abhängig und sollten ein großes Interesse an stabilen Preisen haben.

Aber die führenden OPEC-Nationen haben kein Interesse an dem alten “Gleichgewichtshahn” zu drehen, die eigenen Interessen stehen hier im Fokus.
Es liegt nahe mit den “ruinösen” Preisen die teure Fracking Technologie auszubremsen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) können bei einem Ölpreis von 30 US-Dollar annähernd kostendeckend arbeiten – die Fracking Industrie benötigt hingegen Preise oberhalb von 60 US Dollar.

Als Verlierer des Ölpreisverfalls sind die großen Öl- und Gaskonzerne zu nennen.
So haben der US-Ölbohrspezialist Schlumberger und das Energieunternehmen BP bereits umfangreiche Entlassungen angekündigt.

Länder wie  Nigeria, Algerien oder Venezuela leiden unter dem niedrigen Ölpreis, die Abhängigkeit vom Ölexport ist zu groß um wie bzw. die Golfstaaten entspannt in die Zukunft zu schauen.
Die meisten Länder der Golfstaaten haben sich in den vergangen guten Jahren ein finanzielles Polster angelegt und zudem die Wirtschaft  auf Ölunabhänigigkeit getrimmt.

Wo es Verlierer gibt, kann es auch Gewinner geben.

Die jetzt ölimportierenden Länder und die energieintensiven Branchen u.a. aus der Luftfahrt, Automobilindustrie haben Aufwind. Das günstige Öl könnte wie ein Konjunkturprogramm wirken und zu Unternehmensgewinnen führen.
Aber auch wir als Privatpersonen merken deutlich den Unterschied, z.B. an der Zapfsäule oder bei den Heizkosten. Falls der Preis auf dem aktuellen Niveau bleiben sollte, würden allein in Deutschland Wirtschaft und Privathaushalte in 2015 um rund 20 Mrd. Euro entlastet –  ein Bonus für die Konjunktur, dieses Geld könnte für Konsum und Investitionen genutzt werden.
Bei einer Wette auf weiter fallende oder günstig bleibende Ölpreise sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, das es sich um einen begrenzten Rohstoff handelt, auch wenn der derzeitige Fracking Boom die Kapazitäten erhöht.[/fusion_text]