BERLIN (dpa-AFX) – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat das geplante Einwanderungsgesetz für Fachkräfte als "historische Weichenstellung" verteidigt. "Wir machen damit deutlich, dass wir die Fachkräftezuwanderung steuern wollen", sagte Seehofer bei der ersten Beratung des Gesetzentwurfs von Union und SPD am Donnerstag im Bundestag. Künftig sollen alle Fachkräfte aus Staaten jenseits der EU, die über einen Arbeitsvertrag und eine anerkannte Qualifikation verfügen, in den entsprechenden Berufen in Deutschland arbeiten können.

In vielen Bereichen gebe es schon deutlichen Fachkräftemangel, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Politiker von Grünen und FDP kritisierten das Gesetz als mutlos und unzureichend. Die Linke warf der Regierung vor, sich zu wenig um "Arbeit für alle" zu kümmern. Die AfD warf der Koalition vor, Zuwanderungsanreize mit weltweiter Sogwirkung zu schaffen./bw/DP/mis