QINGDAO (dpa-AFX) – Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran kritisiert. Washingtons Entscheidung, die Vereinbarung zu beenden, könnte sich "destabilisierend" auf die Situation in der Region auswirken, sagte Putin am Sonntag beim Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in der ostchinesischen Stadt Qingdao. Gleichzeitig bekräftige er, dass Russland sich an das Abkommen halten werde.

Zuvor hatte Irans Präsident Hassan Ruhani sich bei einem Treffen mit Putin einen stärkeren Austausch mit Russland gewünscht. Ein ernsthafter und wichtiger Dialog sei erforderlich. Der iranische Präsident fügte hinzu, dass die Beziehungen zu Russland sich positiv entwickelten. Den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen nannte er illegal.

Genau wie Deutschland, Frankreich und andere EU-Staaten hatten Russland und China den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran scharf kritisiert.

Vor seiner Abreise nach China hatte Ruhani die Alleingänge von Trump als ein gefährliches Spiel bezeichnet, das nicht ignoriert werden sollte. Die unilaterale Politik der USA schwäche das Vertrauen in die international anerkannten Abkommen und in Diplomatie allgemein. Die Weltgemeinschaft sollte daher etwas unternehmen, forderte der iranische Präsident./jpt/DP/zb