PARIS (dpa-AFX) – Angesichts anhaltender Streiks und Proteste in Frankreich stellt Präsident Emmanuel Macron sich am Donnerstag (13.00 Uhr) einem großen Fernseh-Interview. Auch die Syrien-Krise dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen. Der französische Präsident erwägt nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff in der syrischen Stadt Duma Militärschläge in Abstimmung mit den USA.

Rund elf Monate nach seinem Amtsantritt steht der sozialliberale Staatschef mit seinem Reformkurs innenpolitisch unter Druck. Macron gibt eigentlich nur wenige TV-Interviews, nun sind innerhalb weniger Tage gleich zwei Auftritte in französischen Sendern anberaumt.

Massive Eisenbahnerstreiks gegen den geplanten Umbau der Staatsbahn SNCF haben mehrfach große Teile des Zugverkehrs lahmgelegt, auch für Freitag sind wieder Störungen zu erwarten. Bislang hatte Macron die Kommunikation zu der brisanten Reform der Regierung überlassen. An Universitäten demonstrieren Studenten gegen eine Hochschulreform, im öffentlichen Dienst rumort es wegen Sparplänen der Regierung, und Rentner sind unzufrieden wegen gestiegener Sozialabgaben./sku/DP/he