BERLIN (dpa-AFX) – Die Zahl der Senioren, die sich ihre in Deutschland erworbene Rente ins Ausland schicken lassen, ist seit 1990 um eine Million auf knapp 1,8 Millionen angewachsen. 87 Prozent der Auslandsrenten gingen den Angaben zufolge an ausländische Staatsangehörige, 13 Prozent an Deutsche mit festem Wohnsitz im Ausland, wie die "Rheinische Post" (Samstag) berichtete.

Für die Auslandsrenten wendete die Rentenversicherung im vergangenen Jahr insgesamt 6,4 Milliarden Euro auf. Elf Jahre zuvor waren es erst 4,4 Milliarden Euro gewesen. Das seien fast sieben Prozent aller Rentenzahlungen überhaupt, teilte die Deutsche Rentenversicherung Bund dem Bericht zufolge mit.

Demnach zählt die Rentenkasse rund eine Million Auslandsrenten allein in den südlichen EU-Ländern, darunter besonders viele in Italien (373 000), Spanien (226 000), Griechenland (100 000) und Frankreich (87 000). In der Türkei lebten heute fast 70 000 Bezieher einer deutschen Rente.

"Der Anstieg beruht zu einem großen Teil auf der Zuwanderung von Arbeitnehmern vor allem aus Italien, Spanien, Griechenland, dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei in den 60er und 70er Jahren, die Beiträge zur Rentenversicherung in Deutschland gezahlt haben", teilte die Rentenversicherung mit./rm/hme/DP/he