WASHINGTON (dpa-AFX) – Der Streit um die Durchfahrtsrechte für die internationale Schifffahrt in der Straße von Hormus am Persischen Golf hat sich verschärft. US-Außenminister Mike Pompeo erklärte am Montag, der Iran kontrolliere die Meerenge nicht. Er begegnete damit Äußerungen aus den Reihen der iranischen Revolutionsgarden. Diese hatten behauptet, der Iran habe die volle Kontrolle über die Straße von Hormus.

Beim Passieren der Meerenge müssen Schiffe Hoheitsgewässer des Irans durchfahren – sie ist an der engsten Stelle weniger als 60 Kilometer breit. Dennoch wird die Meerenge von vielen Schiffen benutzt, um die Ölhäfen wichtiger Förderländer, darunter der Arabischen Emirate, des Irans und Kuwaits anzulaufen.

Sie gilt als Nadelöhr für Öltransporte, etwa nach Europa und die USA. Der Iran hatte Anfang August ein Seemanöver mit kleinen Booten begonnen. Grundsätzlich könnten diese den Schiffsverkehr zum Erliegen bringen – mit enormen wirtschaftlichen Konsequenzen. Provokationen in diese Richtung gibt es seit geraumer Zeit.

Pompeo twitterte, die Straße sei eine internationale Wasserstraße. Die Vereinigten Staaten würden mit ihren Partnern zusammenarbeiten, um den Schiffen Navigationsfreiheit und den freien Handelsfluss zu gewähren./dm/DP/zb