BRÜSSEL (dpa-AFX) – Nach dem Durchbruch bei ersten Trennungsfragen bietet die Europäische Union Großbritannien Verhandlungen über eine Übergangsphase nach dem Brexit an. Wie EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitagmorgen sagte, soll Großbritannien in dieser Zeit weiter alle Vorgaben der EU-Mitgliedschaft wie bisher erfüllen, aber kein Mitspracherecht über Entscheidungen mehr haben. "Wir haben unsere Bedingungen", sagte Tusk.

Die Entscheidung über diese Verhandlungen soll der EU-Gipfel kommende Woche treffen. Die Gespräche sollten dann umgehend beginnen, sagte Tusk. Zudem plane man, "Sondierungsgespräche" über die künftige Partnerschaft zu starten, unter anderem über enge Handelsbeziehungen.

Die genauen Ziele und Bedingungen für diese Verhandlungsphase soll die EU nach dem Willen des Ratspräsidenten aber erst im kommenden Jahr in eigenen Leitlinien festlegen. Zuvor brauche man mehr Klarheit über die Vorstellungen der britischen Regierung für die Zeit nach dem Austritt im März 2019./vsr/DP/zb