LIMA (dpa-AFX) – Die weit verbreitete Korruption in der Region, die eskalierende Krise in Venezuela und die immer stärkere Präsenz Chinas in Lateinamerika stehen im Mittelpunkt des Amerika-Gipfels in Lima. Rund 30 Staats- und Regierungschefs aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik kommen am Samstag in der peruanischen Hauptstadt zusammen, darunter Justin Trudeau (Kanada), Michel Temer (Brasilien), Enrique Peña Nieto (Mexiko), Mauricio Macri (Argentinien) und Juan Manuel Santos (Kolumbien).

US-Präsident Donald Trump hingegen sagte wegen der angespannten Lage im Syrienkonflikt seine Teilnahme kurzfristig ab. Stattdessen reisen nun Vizepräsident Mike Pence, Trumps Tochter Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner zum 8. Amerika-Gipfel in Lima.

Gesprächsbedarf gibt es reichlich: Wegen des schwelenden Konflikts mit Mexiko über Grenzschutz und Migration, das wieder abgekühlte Verhältnis zu Kuba und Trumps abwertenden Äußerungen über Mittelamerika waren die Beziehungen zwischen den USA und den lateinamerikanischen Ländern zuletzt angespannt./gr/DP/stw