(Korrigiert wird die Meldung vom 5. August 2018. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat am Dienstag mitgeteilt, dass es versehentlich einen falschen Datensatz verwendet hat. Damit ist die Studie fehlerhaft.)

NÜRNBERG/KÖLN (dpa-AFX) – Trotz guter Jobchancen schrumpfen einer Erhebung zufolge wirtschaftlich boomende Regionen, weil junge Leute lieber in Großstädte ziehen. Bisher waren vor allem ländliche und strukturschwache Orte von einer Abwanderung betroffen, wie es in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hieß, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Unter den zehn Städten und Kreisen, in denen die Diskrepanz zwischen schwacher Bevölkerungsentwicklung und positiver Beschäftigungsdynamik besonders groß ist, landet Würzburg auf dem ersten Platz.

In der Stadt nahm der Erhebung zufolge zwischen 2007 und 2015 die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung um fast ein Viertel (24,4 Prozent) zu – die Bevölkerung ging aber um 7,6 Prozent zurück. "Langfristig kann es dadurch zu einer Abwärtsspirale kommen: Firmen wandern ab, weil sie keine Fachkräfte finden, die Regionen werden unattraktiver und verlieren weiter an Einwohnern", sagte IW-Wissenschaftsleiter Hubertus Bardt./bak/DP/tos