Nokia will den digitalen Gesundheitsmarkt erobern, VW zieht an Toyota vorbei und ThyssenKrupp geht leer aus

Nokia übernimmt Withings

Bereits im letzten Jahr kündigte Nokia an den Fokus stärker auf die Produktion von Fitnesstrackern und Smartwatches zu legen. Für etwa 170 Millionen Euro plant Nokia Withings, Hersteller von Fitness-Produkten, zu übernehmen. Der Speziallist für vernetzte Wellnesstechnik wurde erst 2008 gegründet, hat Niederlassungen in Paris und Hongkong und zählt nach eigenen Angaben 200 Angestellte. Der Kauf soll voraussichtlich im dritten Quartal abgeschlossen sein. Das finnische Unternehmen möchte sich mit dieser Neuausrichtung auf dem Gesundheitsmarkt etablieren. Erst im Jahr 2013 hat der ehemals größte Handy-Hersteller die Handy-Sparte an Microsoft verkauft. Mehr zum Thema im Manager Magazin: http://goo.gl/hIK7LO

Volkswagen überholt Toyota

Nachdem der Abgasskandal dem Autohersteller schwer zusetzte, kann das Unternehmen wieder auf ein erfolgreiches Quartal zurückblicken. Dem Wolfsburger Unternehmen ist es gelungen, den japanischen Konkurrenten Toyota als weltgrößten Fahrzeughersteller hinter sich zu lassen. Um 0,8 Prozent ist der Absatz weltweit angezogen. VW hat damit im ersten Quartal 2,51 Millionen Fahrzeuge verkauft. Die starke Marktposition auf dem chinesischen Markt wirkt dabei als besonders starker Wachstumstreiber. Schon in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres hatte VW den Japaner überholt, aufgrund des Abgasskandals musste der deutsche Autohersteller seine Position wieder abgeben. Mehr dazu im Manager Magazin: http://goo.gl/BRjIvG

Kein Milliardendeal für ThyssenKrupp

ThyssenKrupp konnte sich bei der Ausschreibung eines Milliardenprojekts zum Bau von zwölf australischen U-Booten nicht gegen seinen französischen Mitbewerber, den staatlichen Schiffbaukonzern DCNS, durchsetzen. Der über mehrere Jahrzehnte laufende Auftrag wird auf etwa 35 Milliarden Euro geschätzt. Damit verliert der Essener Industriekonzern die Chance auf den größten Auftrag seiner Geschichte. ThyssenKrupp hatte über seine Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) an der Ausschreibung teilgenommen. Das australische Großprojekt ist Teil eines im März von der Regierung angekündigten Aufrüstungsprogramms, heißt es auf n-tv.de: http://goo.gl/lCgzED

Bild: Sergey Nivens