MÉRIDA (dpa-AFX) – Angesichts der stundenlangen Wartezeiten für Lastwagen an der Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten hat die mexikanische Regierung Washington zum Handeln aufgerufen. Wirtschaftsministerin Graciela Márquez äußerte am Freitag bei einem Treffen mit US-Handelsminister Wilbur Ross in Mérida "die Sorge der mexikanischen Regierung über die Teilschließungen und die Reduzierung des Personals an den Grenzübergängen, die den Warenaustausch betreffen", teilte ihr Ministerium mit. Sie habe um "eine schnelle Lösung gebeten, da in der gegenwärtigen Lage der mexikanische Export Schaden nimmt".

Wegen der steigenden Anzahl mittelamerikanischer Migranten hatte die US-Regierung in der vergangenen Woche 750 Grenzschutzbeamte von ihren Posten an den Grenzübergängen abgezogen und mit neuen Aufgaben betraut. Diese fehlen nun bei der Abfertigung der Fahrzeuge, was zu den Verzögerungen führt. Vor allem Lastwagen müssen oft stundenlang auf die Abfertigung warten. Wegen fehlender Ersatzteile kommt es nach Angaben der mexikanischen Automobilindustrie bereits zu Störungen in den Betriebsabläufen. Die Grenze zwischen den USA und Mexiko gilt als eine der verkehrsreichsten der Welt. Das Handelsvolumen zwischen den beiden Nachbarländern liegt bei über 610 Milliarden US-Dollar./aso/DP/he