WIESBADEN (dpa-AFX) – Immer häufiger werden im Ausland erworbene Berufsabschlüsse in Deutschland akzeptiert. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, wurden 2017 bundesweit 21 800 ausländische Abschlüsse vollständig (13 600) oder teilweise (8200) anerkannt. Das waren knapp 14 Prozent mehr Anerkennungen als im Vorjahr.

"Am häufigsten wurden Anträge von Personen bearbeitet, die ihre Ausbildung in Syrien abgeschlossen haben", so das Amt. Ihre Zahl wuchs um 80 Prozent auf 3600 Anträge an. Dahinter folgen Anerkennungsverfahren zu Abschlüssen aus Bosnien-Herzegowina (3100) und Serbien (2400).

Die mit großem Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen medizinische Berufe wie Ärzte, Pfleger oder Physiotherapeuten. Aus dieser Berufsgruppe stammten laut Bundesamt allein 23 500 der 2017 bearbeiteten Verfahren. Insgesamt bearbeiteten die für die Anerkennung zuständigen Stellen 2017 rund 31 100 Verfahren. Das waren gut 14 Prozent mehr als 2016.

Während die Anerkennungsverfahren von Abschlüssen aus der Europäischen Union um 11 Prozent sanken, erhöhten sich die Verfahren für Berufsabschlüsse aus dem übrigen europäischen Ausland um 31 Prozent und dem außereuropäischen Ausland um 36 Prozent./sat/DP/jha