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Bafin-Schließung der Maple Bank Kunden werden entschädigt

Anfang Februar wurde durch die Bafin eine deutsche Tochter der kanadischen Maple Bank abgewickelt. Die Kunden sind mit einem Schrecken davon gekommen, sie werden entschädigt. Im Wesentlichen waren vor allem institutionelle Kunden der Bank betroffen.

Jetzt im März, nicht lange nach der Abwicklung der Maple Bank, haben fast alle Kunden eine Entschädigung erhalten. Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) ließ verlauteten, das insgesamt 2,6 Milliarden Euro an die Kunden der Maple Bank zurückgezahlt worden sind.

Nur wenige Kunden konnten noch nicht entschädigt werden, weil von Ihnen benötigte Kontodaten nicht vorliegen, erklärte der Bankenverband. Die Entschädigungsgelder wurden über den Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes und die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bereit gestellt.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) beschloss die Schließung der deutschen Niederlassung der kanadischen Bank am 7. Februar.
Grund für die Schließung war eine drohende Überschuldung, hervorgerufen durch Rückstellungen für ggf. anstehende Steuerzahlungen die gebildet werden mussten, erklärte die Bafin. Am 11. Februar stellte die Bafin den Entschädigungsfall fest.

Bafin ermittelte seit September

Laut den Behörden hatte die Maple Bank zum Stichtag 4. Februar 2,6 Milliarden Euro an Verbindlichkeiten, überwiegend bei institutionellen Kunden. Privatkunden waren daher nur zu einem sehr kleinen Teil betroffen.

Die Maple Bank GmbH ist eine kleine, auf Investmentstrategien spezialisierte Bank; ihre Bilanzsumme belief sich laut Bafin zum 4. Februar auf rund fünf Milliarden Euro.

Im September 2015 hatte es bei dem deutschen Ableger der Maple Bank Durchsuchungen in Zusammenhang mit Vorwürfen wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche gegeben. Bisher war die Bank nur unwesentlich in den Medien vertreten, allerdings war sie in der gescheiterten Übernahme des Volkswagen-Konzerns durch den Sportwagenhersteller Porsche verwickelt.