TOKIO (dpa-AFX) – Der japanische Außenhandel leidet weiter unter der Abschwächung der Weltwirtschaft. Wie aus Regierungszahlen vom Mittwoch hervorgeht, lagen die Ausfuhren des Landes im März 2,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Es ist der vierte Rückgang in Folge. Analysten hatten im Mittel sogar einen noch etwas stärkeren Rückgang erwartet.

Die Einfuhren, ein Indikator für die Binnennachfrage, erhöhten sich dagegen im Jahresvergleich um 1,1 Prozent. Allerdings hatten Fachleute mit einem deutlicheren Zuwachs gerechnet. Der Exportüberschuss in der Handelsbilanz stieg deutlich von rund 335 Milliarden im Februar auf 529 Milliarden Yen (etwa 4,2 Milliarden Euro) im März.

Die Ausfuhren nach China gingen im März deutlich um mehr als neun Prozent zurück. Dagegen erhöhten sich die Exporte in die Europäische Union und in die USA jeweils deutlich.

Mit den Vereinigten Staaten befindet sich Japan derzeit in vorbereitenden Handelsgesprächen. Es geht um den hohen Ausfuhrüberschuss Japans gegenüber den USA und die von den USA verlangte Öffnung der japanischen Wirtschaft, insbesondere für landwirtschaftliche Güter aus Amerika. Als Druckmittel hält US-Präsident Donald Trump die Einführung von Strafzöllen auf den Import japanischer Autos in der Hinterhand./bgf/jkr/mis