TOKIO (dpa-AFX) – Japan will seine Schutzmacht USA vor dem erwarteten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un an Tokios eigene Sicherheitsbedenken erinnern. Es dürfe nicht nur um Nordkoreas Interkontinentalraketen gehen, die die USA erreichen können, sagte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe am Mittwoch laut japanischen Medien vor einem Parlamentsausschuss. Es müsse auch um eine Abschaffung von Kurz- und Mittelstreckenraketen Nordkoreas gehen, die Japan und nicht die USA bedrohen. Japan fürchtet, dass seine eigenen Sicherheitssorgen bei dem Gipfeltreffen zwischen den USA und Nordkorea nicht zur Sprache kommen könnten.

Abe äußerte sich dazu, nachdem es überraschend zu einem Treffen zwischen Kim Jong Un mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking gekommen war. Daneben sind auch Treffen zwischen Kim und den Präsidenten der USA sowie Südkoreas geplant. Japans Ministerpräsident Abe dagegen steht bislang außen vor. Es wird erwartet, dass Abe vom 17. bis 19. April zu Gesprächen mit Trump in die USA reist, bevor dieser sich mit Kim trifft. Japan ist ein enger Verbündeter der USA./ln/DP/mis