KÖLN (dpa-AFX) – Die deutsche Bevölkerung wächst nach Prognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bis 2035 um eine Million auf mehr als 83 Millionen Menschen. Damit kehre sich der zuletzt vom Statistischen Bundesamt angenommene Trend um, teilte das Kölner Institut auf seiner Internetseite mit. Der Trend gelte nicht für alle Bundesländer. Während dem IW zufolge vor allem Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Hamburg zulegen, verlieren ostdeutsche Bundesländer.

Als Gründe nennt das Wirtschaftsinstitut, das die Daten am vergangenen Freitag veröffentlichte, eine höhere Geburtenrate und eine stärkere Zuwanderung. Während der Trend zum Bevölkerungsschwund gedreht werde, schreite aber die Alterung der Gesellschaft voran. Sie äußere sich überall in einem Rückgang der Menschen im Erwerbsalter und der Zunahme der älteren Menschen. "Dahinter verbirgt sich im Wesentlichen die Alterung der Babyboomer-Generation, die bis 2035 mehrheitlich das Rentenalter erreicht haben wird", heißt es. Die Funke Mediengruppe hatte zuvor über die Studie berichtet./wd/DP/edh