ROM (dpa-AFX) – In Italien hat sich die Inflation im September überraschend abgeschwächt. Die Verbraucherpreise nach europäischer Rechnung (HVPI) seien im Jahresvergleich um 1,3 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Istat am Freitag nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten hingegen wie im August mit einer Teuerung von 1,4 Prozent gerechnet.

Im Monatsvergleich stieg der HVPI im September laut Istat um 1,8 Prozent. In dieser Abgrenzung war der vergleichsweise starker Anstieg von Experten erwartet worden.

Auch in der Eurozone insgesamt war die Inflation im September überraschend schwach ausgefallen. Sie hatte wie im Vormonat bei 1,5 Prozent verharrt, wie die Statistikbehörde Eurostat zeitgleich gemeldet hatte. Volkswirte waren von einer Teuerung von 1,6 Prozent ausgegangen.

Die Inflation liegt damit weiter deutlich unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent. Weil die EZB dieses Ziel seit längerem verfehlt, hat sie ihre Geldpolitik extrem gelockert./jkr/jsl/stb