NÜRNBERG (dpa-AFX) – In der Diskussion um die Milliarden-Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich das Forschungsinstitut IAB gegen eine Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung ausgesprochen. Um für eine erneute Wirtschaftskrise ausreichend gerüstet zu sein, seien Rücklagen in Höhe von rund 21 Milliarden Euro nötig, sagte der IAB-Forscher Enzo Weber. Ende des vergangenen Jahres lagen die Rücklagen der BA bei rund 11,5 Milliarden Euro.

"Im Moment sind wir noch zu weit weg von dem Rücklagenziel, um den Beitragssatz senken zu können", sagte Weber. Wenn es konjunkturell und am Arbeitsmarkt weiter so gut laufe, gehe er davon aus, dass die BA ihr Rücklagenziel in zwei bis drei Jahren erreicht haben wird. Derzeit liegt der Beitragssatz bei drei Prozent, Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen jeweils die Hälfte./cat/DP/men