BERLIN (dpa-AFX) – Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, hat die Jamaika-Unterhändler von Union, FDP und Grünen vor neuen Belastungen für die Sozialkassen gewarnt. Das Handwerk sei "ganz entschieden" gegen die CSU-Forderung nach weiteren Nachbesserungen bei der Mütterrente, sagte Wollseifer der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag).

Als weitere Forderungen des Handwerks an die möglichen Koalitionspartner nannte Wollseifer den Wegfall des Solidaritätszuschlags und den Abbau der kalten Progression. "Es kann nicht sein, dass wir unsere Mitarbeiter gut bezahlen und diese von Lohnerhöhungen fast nichts spüren. Aus den vollen Steuer- und Sozialkassen muss mehr in die Portemonnaies unserer Beschäftigten fließen", forderte Wollseifer.

Bei den Sozialabgaben dürfe keinesfalls die 40-Prozent-Marke überschritten werden. "Wenn es gut läuft, kann ein Jamaika-Bündnis wichtige Impulse setzen und für Deutschland einen Modernisierungsschub bringen", erklärte der Handwerkspräsident. Die Regierungsbildung dürfe aber "keine Hängepartie" werden./bi/DP/zb