LONDON (dpa-AFX) – Der britische Arbeitsmarkt bleibt trotz aller wirtschaftlichen Risiken robust. In den drei Monaten bis April betrug die Arbeitslosenquote unverändert 3,8 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit dem Jahr 1975, also seit 44 Jahren. Analysten hatten die Entwicklung erwartet.

Die Beschäftigung stieg im selben Zeitraum um 32 000 Stellen. Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs um lediglich 4000 Arbeitsplätze erwartet. In den vergangenen Monaten hat sich der Stellenzuwachs abgeschwächt, allerdings von hohem Niveau aus.

Die robuste Lage am Arbeitsmarkt lässt auch die Löhne und Gehälter weiter steigen. Ohne Bonuszahlungen legten die Löhne in den drei Monaten bis April zum Vorjahresabschnitt um 3,4 Prozent zu. Aufgrund der Inflation von zwei Prozent in dem Zeitraum Februar bis April erhöhten sich die realen Gehälter erneut spürbar.

Neben den Zahlen nach internationalen Standards veröffentlicht das ONS auch eine nationale Berechnung. Diese läuft den Zahlen nach internationaler Methode um einen Monat voraus. Demnach ist die Zahl der Menschen mit Anspruch auf Arbeitslosenhilfe (“Claimant Count”) im Mai um 23 200 gestiegen. Der Zuwachs im Vormonat wurde von 24 700 auf 19 100 revidiert./bgf/jkr/jha/