BERLIN (dpa-AFX) – Angesichts der stockenden Sondierungs-Verhandlungen über die Verkehrspolitik hat der Umweltverband Greenpeace die Jamaika-Unterhändler kritisiert. "Klimaschutz ohne Kohleausstieg geht so wenig wie Verkehrswende mit Verbrennungsmotor", sagte Greenpeace-Energiexperte Tobias Münchmeyer der Deutschen Presse-Agentur. "Die JamaikanerInnen müssen aufhören mit der Heuchelei."

Eine verschleppte Verkehrswende würde Deutschland massiv schaden, sagte Münchmeyer – beim Klimaschutz, mit Blick auf die Luft in den Städten und "auch in der Herzkammer der deutschen Industrie". So müsse der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor nun angegangen werden.

Die Jamaika-Unterhändler hatten sich auch am Donnerstag nicht auf ein Papier zur Verkehrspolitik einigen können. Dem Vernehmen nach hakt es bei der Frage eines Enddatums des Verbrennungsmotors. Die Grünen wollen grundsätzlich, dass ab 2030 in Deutschland keine neuen Diesel- und Benzinmotoren mehr zugelassen werden.

Während sie dem Vernehmen nach darauf beharrten, einen möglichen Ausstiegszeitpunkt in die Liste der noch zu klärenden Fragen aufzunehmen, wehrte sich die Union strikt dagegen, eine solche Frage überhaupt zu diskutieren./ted/DP/zb