DÜSSELDORF/FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Betriebsräte in deutschen Unternehmen befassen sich zunehmend mit dem Schutz von Gesundheit und Psyche der Beschäftigten. Dazu schließen sie verstärkt Betriebsvereinbarungen mit den Unternehmen, wie aus einer am Montag vorgestellten Studie der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht.

Zwar haben der Studie zufolge erst 30 Prozent der Betriebe Vereinbarungen zu psychischen Gefährdungsbeurteilungen. Da diese aber überwiegend erst seit 2015 abgeschlossen worden seien, handele es sich um das "Trendthema Nummer eins", schreiben die Autoren. Zunehmende Arbeitsverdichtung und Entgrenzung der digitalisierten Arbeitswelt verschärften den Handlungsbedarf auch für die Unternehmen. Zum zweiten Trendthema Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung gebe es bereits in 55 Prozent der mitbestimmten Betriebe eine Vereinbarung. Vor drei Jahren waren es mit 42 Prozent noch deutlich weniger.

Klassiker bei Betriebsvereinbarungen bleiben aber Arbeitszeit und Datenschutz. Für beide Themen gibt es in rund 70 Prozent der Betriebe Vereinbarungen./ceb/DP/stw