LA MALBAIE (dpa-AFX) – Die G7-Staaten wollen den Zugang von armen Mädchen zu Bildung in Krisenregionen voraussichtlich mit mindestens 1,8 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 1,5 Milliarden Euro) fördern. Auf ihrem Gipfel im kanadischen La Malbaie bei Québec sagten die sieben großen Industrienationen (G7) überraschend deutlich mehr Geldmittel für diese Aufgabe als erwartet zu, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag erfuhr. Gastgeber Kanada und Hilfsorganisationen hatten 1,3 Milliarden US-Dollar gefordert.

Die Summe könnte noch steigen, weil noch nicht alle Zusagen gezählt seien. Eine Mitteilung von Gastgeber Kanada wurde erwartet. Mit den Geldern sollen über drei Jahre Organisationen unterstützt werden, die am Bildungszugang für Mädchen besonders in krisengeschüttelten, armen Ländern arbeiten. 75 Millionen Kinder in 35 Ländern können heute nach Angaben von Entwicklungsgruppen nicht zur Schule gehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Mädchen wegen der unsicheren Sicherheitslage die Schule verlassen müssen, sei 2,5 mal größer als bei Jungs./lw/DP/he