LA MALBAIE (dpa-AFX) – Die sieben großen Wirtschaftsmächte (G7) haben ihre Sorge über die Territorialstreitigkeiten mit China im Ost- und Südchinesischen Meer ausgedrückt. In der Erklärung zum Abschluss des G7-Gipfels im kanadischen La Malbaie wurde China am Samstag auch wegen des Baus von Militäranlagen auf umstrittenen Inseln kritisiert.

Die Gruppe äußerte ihren "entschiedenen Widerstand gegen alle einseitigen Schritte, die Spannungen verschärfen und die regionale Stabilität und die internationale, regelbasierte Ordnung untergraben", hieß es in dem Dokument. Alle Streitparteien wurden aufgefordert, militärische Anlagen abzubauen.

Zwar haben auch Nachbarländer einige solche Einrichtungen erbaut, doch zielt die Kritik vor allem auf China, das seine Militäranlagen massiv erweitert und das Südchinesische Meer weitgehend für sich beansprucht. Das Internationale Schiedsgericht in Den Haag hatte die Hoheitsansprüche aber als nicht gerechtfertigt abgelehnt. China will sich aber nicht an das Urteil halten.

Peking beansprucht mehr als 80 Prozent des rohstoffreichen Gebietes, durch das wichtige Schifffahrtsstraßen gehen. Handelswaren im Wert von mehr als fünf Billionen US-Dollar werden jährlich durch das Südchinesische Meer verschifft. Mit Marineschiffen kreuzen die USA immer wieder durch umstrittene Gewässer, um für die Freiheit der Navigation einzutreten, wobei es häufig zu Zwischenfällen kommt./lw/DP/zb