HAMBURG (dpa-AFX) – Der globale Seehandel könnte nach einem pessimistischen Szenario des renommierten Beratungs- und Forschungsunternehmens Clarkson Research stark abnehmen. Im schlimmsten Fall komme es zu einer ausgedehnten Rezession mit einem Rückgang des Seehandels um 17 Prozent bis 2024, sagte Martin Stopford, Präsident von Clarkson Research, am Donnerstag bei einer Online-Konferenz.

Das sei allerdings die schlechteste von drei Varianten, die nach der Corona-Krise möglich seien. Unter günstigeren Annahmen nehme der Seehandel ab 2023 wieder zu und wachse um 3,2 Prozent. Im mittleren Szenario komme es in den kommenden vier Jahren zu einem leichten Rückgang und anschließend setze ein Wachstum von 2,2 Prozent ein.

Stopford äußerte sich auf einer Veranstaltung im Vorfeld der internationalen Schiffbau-Messe SMM, die eigentlich für September geplant war. Sie soll nun im Februar 2021 in Hamburg stattfinden. "Die überwiegende Mehrheit der Aussteller zieht bei dem neuen Termin mit", sagte Messechef Bernd Aufderheide. "Das bestärkt uns darin, richtig gehandelt zu haben."/egi/DP/mis